Ethik - Das Gesetz der Liebe

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Einführung

Schlagwort Info
Titel Ethik - Das Gesetz der Liebe, 6 Bände, 4.Auflage
Author Thomas Schirrmacher
Verlag VTR
ISBN 978-3-933372-55-0

Die 6 Bände enthalten in 66 Lektionen das Thema Ethik, aus christlicher Sicht und Beleuchtung vieler Themen und Weltanschauungen. Ich habe nur die wichtigsten Erkenntnisse herausgepickt, welche neu oder speziell wichtig sind.

Band 1 (Lektion 01-10)

Lektion 3 (Aufstand gegen den Schöpfer und Religionsentstehung)

Zorn Gottes ist seit Sündenfall über den Menschen.

  • Joh. 3.18 + 36: Frieden mit Gott, nicht erst wenn tot
  • 1.Tim. 2.8: Nicht im Zorn beten

Dies bedeutet, dass Menschen in Sünde zu den Feinden Gottes gehören. Die Aussage, dass er es über Gerechte und Ungerechte regnen lässt, dient vor allem den Gerechten, wie das Unkraut auch bis zur Ernte mit dem Weizen stehen gelassen wird. Daher gilt auch der Bund Gottes (mit Noah) nur den Gläubigen (Lektion 17).

Lektion 5 (Prädestination und Verantwortung)

Gott sendet auch das Böse. Jes. 45, 6-7, Amos 3.6, Kgl. 3 37-38, Hiob 2.10, Pred. 7 13-14, 5.Mo. 32+39, Jes. 50.11, 5.Mo. 28.20, Hiob 1.6, Hiob 1.20-22, Hiob 6.4, 1.Sam. 2.25, Ps. 105.25, Jer. 24.10, Jer. 30.24, 1.Sam. 16.14

Lektion 11 (Naturrecht und Gewissen)

Das Gewissen kann nicht von sich aus Gottes Stimme reflektieren (Das Gewissen ist nicht die "Stimme Gottes"). Das heisst, man kann nur dann auf das Gewissen zählen, wenn man vorher Gottes Geist in sein Leben gelassen hat und ihn wirken lässt. Durch die Sünde ist das Gewissen nämlich verderbt und kann nicht von sich aus zwischen gut und böse unterscheiden. Es kann daher mit einem Massstab verglichen werden, dessen Skalierung aber von aussen vorgenommen werden muss (Eltern, Erziehung/Prägung/Weltanschauung, Gott). Die korrekte Skalierung gibt Gott vor und Jesus ähnlicher werden bedeutet daher, seine alte Skalierung auf die Skalierung Gottes anzugleichen.

Es gibt kein "Naturrecht". Das heisst, Menschen können nicht von sich aus ein überall gültiges und gutes Rechtssystem entwickeln, da dieses auf dem Gewissen der Menschen basieren muss und wie wir vorher gesehen haben, ist dieses verderbt.

Sokrates lehrte "als Erster", dass der Mensch eigentlich gut sei und nur genügend Wissen brauche, um dies korrekt auszuleben. Dies bewirkt, dass heutzutage viele Pädagogen, diesen Lehrsatz umzusetzen versuchen mit immer mehr Bildung. Allerdings stellt sich die Frage, wie dies denn erreicht werden soll und wann denn der Mensch gut genug gebildet ist und wieso es immer wieder Schwerverbrecher gibt, welche eine hohe Intelligenz besitzen.

Lektion 12 (Erbsünde)

Seite 50 (Herkunft des Übels auf der Welt)

Wenn man selber schon kein "Unrecht" des Nachbarn, Ehepartners, Eltern/Kinder hinnehmen kann, ohne es ihm "heimzuzahlen", wie kann man dies denn von Staatsmännern oder ganzen Völkern erwarten?

Wenn man Bilanz zieht, merkt man, dass es nicht die Umwelt ist, welche uns Streit aufzwingt, sondern wir selber sind nicht in der Lage, friedlich zu leben. Immer wieder merken wir, wie der Ärger über andere in uns aufsteigt. Es reizt uns, anderen zu widersprechen oder beleidigt zu schweigen, wenn wir uns im Recht glauben. Oder es packt uns das Selbstmitleid und die Depression, wenn wir uns falsch behandelt und falsch verstanden vorkommen. Wie oft können wir anderen den Erfolg nicht, weil sie ihn in unseren Augen "nicht verdient haben". Jeder kennt dies und ist kein Tag von diesen Gefühlen frei. Tragen wir dazu bei, Frieden zu stiften oder zu erhalten? Nein, wir sind von Natur aus keine friedfertigen Wesen und mit uns ist nicht leicht auszukommen.

Seite 53 (Selbstbeherrschung und Zucht)

Selbstbeherrschung und Zucht sind positive Eigenschaften, welche man aber nur durch Gott richtig entfalten kann. Das Gegenteil ist das Ausleben der körperlichen Begierden (Röm. 6.12). Dies ist eine Strafe Gottes, dass er den Menschen sich selbst überlässt, denn der Mensch (ohne Gott) ist der grösste Feind des Menschen. Hier hinein gehört auch die sexuelle Selbstbeherrschung, welche in der heutigen Zeit verworfen und nur noch die Lust angepriesen wird. Auch nüchtern sein ist wichtig. Hierzu gehört auch ein massvoller Alkoholkonsum, um immer seiner selbst Herr zu sein.

Erst wer Selbstbeherrschung und Disziplin an sich selber ausführt, kann über andere gerecht herrschen.

Dazu ist es wichtig, zuerst zu denken und erst danach zu handeln. Dazu auch nicht jedes Wort zu glauben, sondern zu prüfen.

Seite 79-82 (Für wen starb Christus am Kreuz?)

Man sieht die wichtige Unterscheidung zwischen menschlichem und göttlichem Handeln. Je nach Ansicht übergibt Gott die Entscheidung dem Menschen oder er handelt selbstständig, da der Mensch gar nicht dazu in der Lage ist.

Calvinismus/Augustinianismus1 Arminianismus/Semipelagiasmus2 Pelepianismus3 Universalismus/Allversönung4 Dispensationalismus5
1.Völlige Sündhaftigkeit: Der Mensch ist verdorben, so dass er sich nicht für Gott entscheiden kann. Seine Bekehrung ist bereits das Resultat auf die Wiedergeburt durch Gottes Geist. 1. Freier Wille: Der Sündenfall hat den Mensch stark verdorben, doch auf Grund der Gnade Gottes kann der Mensch frei entscheiden, ob er errettet werden will oder nicht. 1. Völlig Freier Wille: Der Mensch ist zum Guten fähig und kann sich frei für oder gegen Gott entscheiden. 1. Freier Wille: Normalerweise wie Arminianismus 1.Völlige Sündhaftigkeit: Wie Calvinismus
2. Bedingungslose Erwählung: Gott erwählt souverän nach seinem Willen. Der Mensch kann keine Bedingung dazu erfüllen. Denn seine Entscheidung ist bereits eine Frucht Gottes. 2. Bedingte Erwählung: Gott weiss, wer sich für ihn entscheiden wird. Die Erwählung besteht daher im Wunsch, dass sich die Menschen für ihn entscheiden. Der Heilige Geist unterstützt dies und Gott nimmt diesen Wunsch ohne Werk an. 2. Keine Erwählung: Gott richtet sich nach der Entscheidung des Menschen. Manche sagen, dass Gott diese im voraus weiss und andere verneinen auch dies. 2. Erwählung aller: Alle Menschen sind erwählt und kommen entweder direkt oder nach einer Gerichtszeit in der Hölle in den Himmel. 2. Bedingte Erwählung: Wie Arminianismus
3. Beschränktes Sühnopfer/Erwählung: Jesus ist nur für seine Gemeinde gestorben. Es ist undenkbar, dass er für jemanden stirbt, der seine Erlösung nicht annimmt. Christen wissen dies aber nicht im voraus und müssen daher das Heilsangebot jedem machen. 3. Universales Sühnopfer/Erwählung: Jesus ist für alle gestorben, wird aber erst wirksam, wenn die Person Jesus annimmt. 3. Erlösung durch Werke: Der Mensch kommt auf Grund seines Lebens und seiner Werke zum Heil. Jesus hat nur die Voraussetzungen dazu geschaffen. 3. Universales Erlösung: Jesus starb für alle am Kreuz. Daher werden am Schluss auch alle in den Himmel kommen. 3. Beschränktes Sühnopfer/Erwählung: Wie Calvinismus, doch nicht zentrale Frage
4. Wirksame Berufung/unwiderstehbare Gnade: Wenn Gott einen Menschen erwählt, so ist dieser auf alle Fälle gerettet. Ob er gläubig wird, hängt an Gott. Wer nicht erwählt ist, hegt nie ernstlich den Wunsch, errettet zu werden. 4. Unwirksame Berufung/widerstehbare Gnade: Man kann dem Ruf Gottes widerstehen. Es entscheidet der Mensch und nicht Gott. 4. Allgemeine/widerstehbare Gnade: Gott richtet sich immer nach der Entscheidung des Menschen und kann diesen nicht zu etwas bringen, was dieser nicht will. 4. Wirksame Berufung/unwiderstehbare Gnade: Alle Menschen werden schlussendlich gerettet ob sie dies wollen oder nicht. Die Entscheidung auf dieser Erde ist in Ewigkeit daher nicht von schlussendlicher Bedeutung sondern erleichtert die jenseitige Zeit einfach. 4. Wirksame Berufung/unwiderstehbare Gnade: Wie Calvinismus
5. Beständigkeit des Heils: Von Gott erwählte Gläubige werden auf jeden Fall errettet. Auch wenn sie in schwere Sünden fallen, so wird sie Gott rechtzeitig zurecht bringen. 5. Verlierbarkeit des Heils: Ein Gläubiger kann durch Verharren in der Sünde oder eine bewusste Entscheidung gegen Gott sein Heil wieder verlieren. 5. Verlierbarkeit des Heils: Ob ein Mensch gerettet wird, hängt von seinem momentanen Leben ab. Ein Christ kann daher sein Heil verwirken und es danach wieder gewinnen. 5. Unverlierbarkeit des Heils: Da schlussendlich alle gerettet werden, ist diese Frage nicht von belang. 5. Beständigkeit des Heils: Wie Calvinismus
1Nach den Lehren von Calvin und Augustinus, 2Pelagius (http://de.wikipedia.org/wiki/Pelagianismus) oder sein Schüler lehrte, dass der Mensch nicht von der Erbsünde verdorben worden ist, 3Abgeschwächte Form, welche nach der Verurteilung des Pelagianismus in Umlauf kam, 4Glaube, dass durch Gottes Liebe niemand verloren gehen könne, 5Zwischenstellung, welche Lehren aus 1 und2 aufnimmt. Es wird aber davon ausgegangen, dass das Moralgesetz aufgehoben wurde. Daher ergeben sich auch dort Unterschiede zu Calvin.

Die Frage des Heilsverlustes ist nicht einfach zu beantworten, da etwa die Bibelstelle "Niemand kann sie aus meiner Hand reissen" nichts über den menschlichen Willen aussagt und Jesu Beispiele mit der Saat, welche den Glauben ersticken, auf einen Heilsverlust hinweisen, wie etwa auch "Schafft eure Seligkeit mit Furcht und Zittern! Phil. 2, 12. In diesem Vers wird aber auch wieder in der 2. Stelle darauf hingewiesen, dass Gott beides wirkt und somit die Entscheidung wieder an ihm liegt, ohne zu zeigen, ob Gott jemanden "nachträglich" wieder verloren lassen gehen kann. Dazu auch das Beispiel mit der Person ohne Hochzeitskleider in einem Gleichnis Jesu, welche auch darauf hindeuten kann.

Schlussendlich liegt alles in der Gnade Gottes, welcher souverän, doch gleichzeitig auch voller Liebe und gerecht ist und daher niemanden abweist, der durch ihn gewirkt, zu ihm kommen möchte.

Wiedergeburt und Bekehrung

In diesem Zusammenhang sind Wiedergeburt und Bekehrung wichtig, welche auch beide von Gott gewirkt sind, doch die "aktive" Seite des Menschen aufzeigen. Zuerst bewirkt Gott die Wiedergeburt, worauf der Mensch mit der Bekehrung antwortet.

Auch wenn man sich nicht sicher ist, welcher Ansicht in Bezug auf die Erbsünde oder Prädestination man ist, so muss sich doch jeder die Frage beantworten, wie er zu Jesus steht. Auch wenn nicht alle Fragen persönlich abschliessend geklärt werden können (Leid dieser Welt / Menschen, die Jesus nicht kennen usw.), so steht jeder, der mit diesem Thema konfrontiert wird, vor der Entscheidung für oder gegen Jesus, für welche er später die Konsequenzen tragen muss.

Gesetz

Seite 315: Nur Gesetz ist Gesetz. Alles andere ist Menschenwerk. Sonst ist es nur Sünde, wenn etwas ohne Glaube getan wird (das Gefühl, es ist falsch, doch man macht es trotzdem -> Röm 14.23 -> Schwache im Fleisch). Sünde ist, wenn man objektiv Gottes Gebote übertritt oder unterlässt.

Band 2 (Lektion 11-20)

Lektion 11 (Naturrecht und Gewissen)

Gewissen -> Römer selbst erkennen

Lektion 12 (Erbsünde)

Erbsünde -> Kinder unterscheiden gut/böse

Lektion 17 (Alter und neuer Bund)

Seite 270: Epheser 2.6: Wir haben Vollmacht in der unsichtbaren Welt durch Jesus in seinem Namen.

Band 3 (Lektion 21-33)

Band 3? S.84: Prophetie -> auch im NT nicht unfehlbar -> falsche Schlüsse

Band 4 (Lektion 34-47)

Lektion 32 (Gottes Willen erkennen / Geistleitung)

Geistleitung -> unruhig heisst nicht schlecht, Frieden nicht aut. gut -> prüfen am Wort

Lektion 36(Bergpredigt)

  • S76: Wir sollen vollkommen sein, wie Gott vollkommen ist (Mt. 5.48)

Lektion 37 (Schwören)

Schwören ist nicht einfach, die Wahrheit zu sagen, sondern man gibt damit ein unwiderrufliches Versprechen ab. Mt. 5.37 ist womöglich darin zu verstehen, dass man nicht bei irgendwas speziell schwören soll, sondern dass Ja, Ja oder Nein, Nein als Schwurformel genügt.

Lektion 43 (Familienplanung)

Hier geht es vor allem darum, ob Sex nur für den Nachwuchs zeugen sein soll oder aber auch einfach zum "Spass" in der Ehe beitragen darf.
Stoiker (griech. Philosophen) wollten Herr über ihre Gefühle sein. Daher war die Sexualität nur für die Zeugung und sollte möglichst lustlos sein. "Kirchenväter" wie Klemens, Origenes und Hieronymus übernahmen dann diese Sichtweise, wobei sie aber Teile der Bibel wie Eph. 5 21-33 nicht beachteten.
Zusätzlich herrschte im Altertum die Meinung vor, dass der Samen schon lebensfähig sei und nur in die Frau eingebettet würde. Darum war Selbstbefriedigung oder die Sünde des Onan verwerflich, da man meinte, dies sei schon eine Abtreibung (S. 362).
Aus diesen Gründen kann gesagt werden, dass eine Familienplanung sinnvoll und gottgewollt ist. Auch früher gab es diese und mathematisch ist berechenbar, dass es auch so gewesen sein muss, da sonst heute viel mehr Menschen auf der Erde leben würden.

Band 5 (Lektion 48-57)

Band 6 (Lektion 58-66)

Lektion 57 (Gemeindezucht)

Gemeindezucht ist notwendig zur Umkehr und sagt nichts, ob jemand gläubig ist oder nicht

Lektion 61 (Krieg und Frieden)

  • S178: Aktives eingreifen der Gemeinde in die Politik, um Friedensstifter zu sein. Wieso zurückziehen? Wieso nur ab und zu Gebet? So macht sich die Gemeinde überflüssig.
  • Wieso zu Jesus / Heiliger Geist beten? Wo steht das Vorbild dazu in der Bibel? Beispiele immer nur zu Vater. Jesus: Auf dass der Vater durch den Sohn verherrlicht werde. Evtl. antwortet Gott auch nicht, wenn der Vater nicht verherrlicht wird? HG ist Stellvertreter Jesu, doch zu ihm beten? -> Herr der Heerscharen. Jos. 5 13-15 -> wird gehuldigt. Wie bei Mose (2-Mo. 3 2-5)

Lektion 64 (Euthanasie Töten auf Verlangen oder nach Ermessen der Beteiligten)

S330, Fussnote 29

  • Nahrung abstellen ist nicht erlaubt, da der Mensch leben soll, bis Gott entscheidet, dass er stirbt. Nicht "Bedürfnisse erfüllen" sondern leben.

Todeswunsch fast immer nur bei psychischen Problemen.

Allgemein

Sozial -> Schule auch -> Problem, dass Familien unnötig, wenn Steuern hoch für soz. -> abhängig: AHV. usw. -> sonst nicht abhängig

1. Tim.3

Begriffserklärung

Schlagwort Info
Antinomismus gegen das Gesetz (Gesetz hat für Christen keine Bedeutung mehr -> Christen sind keinem Gesetz mehr verpflichtet)
Dispensationalisten jedes Zeitalter hat eigenes Gesetz (Gesetz des AT hat keine Bedeutung für Christen) und Christentum hat Judentum abgelöst. Lehre ist etwa 1000 jährig.
Dogmatik Glaubenslehre
eschatologisch die Zukunft betreffend
Ethik Sittenlehre
Thora Weisung, Gesetz

Zwei Seiten einer Münze. Nicht gegeneinander ausspielen (Liebe untereinander). Früchte prüfen am Wort nicht an den Aussagen (schaut ihr Ende an). Strömungen an Glaubensaussagen vergleichen. Eigene Stellung mit Bibelversen. Beide Seiten mit entsprechenden Bibelstellen belegen und Wertung begründen. Gesetz. Menschliches Wirken und Gottes Wirken. Geistesgaben. Sünde. Stellung Israel. Heilsgewissenheit und Verlust. Andere Religionen. Feinde Gottes. Gebet. Heiligung. Schwärmen und Gesetzlichkeit. Tradition und Geistesführung. Ordnung und Führung.